Stimmt die Gaszusammensetzung in meinen Verpackungen?

Leerraum-Test
Glauben ist gut, aber Wissen ist zweifellos besser – das gilt auch beim Schutzgasverpacken. Es gibt grundsätzlich zwei Prüfverfahren: Stichprobenmessungen und Online-Überwachung. Hierzu werden Gasanalysatoren verwendet, die – je nach dem in der Verpackung verwendeten Gemisch – Sauerstoff (O2) oder Sauerstoff/Kohlendioxid (O2/CO2) messen.

Stichprobenmessungen
Die wesentliche Testmethode bei der Schutzgasverpackung sind Stichprobenmessungen: In bestimmten Zeitabständen – in der Regel alle 20 oder 30 Minuten – sammeln Laborangestellte eine Anzahl an aufeinanderfolgenden Packungen aus der Verpackungsmaschine ein. Eine gute, repräsentative Probe besteht aus 5 bis 10 Packungen. Falls Sie mehr als eine Maschine fahren, müssen die Proben aus den jeweiligen Maschinen getrennt voneinander aufbewahrt und mit einer entsprechenden Identifizierung versehen werden. Der eigentliche Test muss unmittelbar nach Einsammeln der Packungsproben durchgeführt werden, da manche Produkte mit der Verpackungsatmosphäre reagieren. Käse absorbiert beispielsweise CO2 und bei Brotpackungen diffundiert Sauerstoff in den Leerraum der Verpackung. Damit bei den Tests eine größtmögliche Konsistenz sichergestellt ist, sollten die Testbedingungen uniform sein. Eine Gasprobe aus dem Leerraum der Packung wird einem Gasanalysator – dem Stichproben-Gasanalysator – mithilfe einer Kanüle (Nadel) zugeführt. Sobald die Nadel in die Packung eingeführt ist, wird die Probe automatisch in den Analysator gepumpt und der Messwert kann sofort abgelesen werden. Die Nadel sollte über ein Septum – eine Art Gummiaufkleber – in die Packung eingeführt werden. Das verhindert, dass Umluft durch das Nadelloch in die Packung eintritt.

 Online-Qualitätskontrolle
Mithilfe einer Online-Analyse der Gaszusammensetzung in der Schutzgasverpackung kann jede Packung zerstörungsfrei vor der Versiegelung geprüft werden, denn der Analysator entnimmt kontinuierlich Proben an der Siegelstelle. Ist die Gaszusammensetzung nicht korrekt, wird ein Alarm ausgelöst, damit der Maschinenfahrer die Maschine unverzüglich stoppen kann. Bei Schlauchbeutelmaschinen für die Gasverpackung (sowohl VFFS als auch HFFS) wird die Gasprobe dem Analysator über eine dünne Teflonleitung zugeführt, die entweder nahe der Siegelstelle oder vor dem Ende der Gaslanze angebracht ist. (Die Platzierung hängt vom Maschinentyp ab.)

Manche Maschinenbauer liefern auch Kombi-Lanzen, die sowohl für die Gaszufuhr als auch für Messungen verwendet werden. Wenn Gas-Analysatoren bei Schlauchbeutelmaschinen eingesetzt werden, sind Reaktions- und Echtzeit annähernd identisch. Daher erhalten Sie ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild des Gasverbrauchs.